PIP Implantate

Die wichtgste Information zuerst. Soweit uns bekannt ist, die PIP Implantate wurden in Tschechien fast nur im staatlichen pip implantateSektor eingesetzt und zur Brustrekonstruktion bei krebskranken Frauen aus Kostengründen von der Kasse finanziert. Dies war selten der Fall im privaten Sektor, wo die plastischen Chirurgen für die ausländische Patientinnen meistens die deutsche Implantate der Marke „Polytech Sillimed“ seit Jahren verwenden. Vermutlich tragen die meisten der deutschen Patientinnen die Marke Polytech Sillimed aus Deustchland oder von dem USA Herrsteller "Allergan". Bei diesen Hersteller besteht zunächst kein Grund zum Implantatenwechsel. Bei der Marke PIP raten wir den Patientinnen den Kontakt zu dem operierenden Arzt aufzusuchen, der eine weitere Vorgehensweise vorschlägt .

Wir verstehen die Beunruhigung vielen deutschen Patienten aufgrund der aktuellen medialen Lage wegen PIP Implantaten Einsatz. Wir wollen den PIP Hersteller in keinster Weise in Schutz nehmen. Hier allerdings noch ein Paar neutrale Eckdaten aus Sicht vielen operierender Ärzte, auch von denen, die PIP Implantate nicht verwendet haben. Jede Patientin sollte deshalb zusammen mit ihrem operierendem Arzt erwären, ob sie einen Implantatentausch auf eigene Kosten übernehmen will.

1. Der Marke PIP konnte bislang lediglich nachgewiesen werden, dass das Implantat zu 5% der Fälle dazu neigt zu platzen, nicht aber, dass es tatsächlich „giftig / Krebs verursachend“ ist.
Diese Sachlage wird derzeit noch geprüft. Dieses Implantat wurde in vielen EU Länder noch vorm Einsatz durch Gesundheitsbehörden in jedem Land (so unter anderem auch in DE) geprüft, genehmigt und sogar ausgerechnet im staatlichen Sektor eingesetzt, wo leider am meistens in jedem EU Land gespart werden muss. Das Implantat wurde deshalb gerade bei Brustwiederaufbau der Frauen nach der Krebserkrankung häufig verwendet, denn hier übernahm die Kasse die Kosten eines Implantats. Deshalb ist die mediale Empörung derzeit in allen EU-Länder so stark. Man werfe dem staatlichen Sektor vor, an den „Kassenpatienten“ gespart zu haben und sie so möglicherweise einem hohen Risiko ausgesetzt zu haben.

2. Ob ein neues Implantat sich auf dem Markt „bewährt“, kann leider nur durch Langzeitstudien nachgewiesen werden, weshalb die „alten“ Markenhersteller immer im Vorteil sind. Die Gesundheitsbehörden können deshalb ein Implantat leider nicht auf die Wechselwirkung im Körper langzeitig prüfen, dies zeigt meistens nur die Zeit. Selbst ein Arzt kann dies nicht vorhersehen. Unbestritten bleibt, dass PIP Technologie ein Industriesillikon verwendet hat, der zur Herstellung viel günstiger als medizinisches Silikon sei. Ob dieses auch tatsächlich gesundheitsschädlich ist, bleibt derzeit noch unklar.

3. Bei anderen Marken (aus DE, USA, UK) ist das Risiko des „Bruchs“ eines Implantats bei ca. 1% der Fälle, diese Zahl beruht jedoch nur auf Statistiken der einzelnen Hersteller. Die Zahl könnte theoretisch auch höher sein, denn welcher Implantaten Hersteller gibt schon seine Zahlen der Reklamationen gerne freiwillig raus ;(
Die Tatsache, dass jedes Implantat im Körper Entzündungen hervorrufen kann, gehört zu den allgemeinen Risiken einer Brustvergrösserung. Die allgemeinen Statistiken sprechen von 1-5% der Fälle bei Verwendung egal welches Markenimplantats.

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