PIP Implantate im Bezug auf Krebs.

Anders als es manchmal in den Medien dargestellt wird, gibt es noch keinen eindeutigen Nachweis, dass PIP Implantate PIP Implantate Krebstatsächlich Krebs verursachen würden. Es handelt sich im Moment (Anfang Jan 2012) um mediale Annahmen, die zunächst geprüft und nachgewiesen werden müssen. Wir wollen zwar nicht durch diese Aussage den Herrsteller PIP in Schutz nehmen.

Es hat aus unserer Sicht jedoch auch kein Sinn, bei den Patientinnen Angst zu schüren, dass jedes Implantat sofort entfernt werden muss. Dies allein aufgrund der Tatsache, dass es zum jetzigen Zeitpunkt (Anfang Jan 2012) in keinem EU Land eine klare Stellungnahme über die Kostenübernahme bei der Reoperation aus kosmetischen Gründen stattfindet.

Jede Patientin muss deshlab ihr eigenes Risiko im Moment selber erwägen, v.a. wie sie weiter vorgeht, denn schliesslich muss der Implantaten-Austausch aus "eigener Tasche" bezahlt werden. Die OP zählt bei jedem plastischen Chirurgen als eine "neue" OP. Die meisten Frauen lassen sich nämlich nicht nur die alten Implantate rausnehmen. Aus ästhetischen Gründen müssen diese durch ein neues Brustimplantat ersetzt werden. Wir können nur dazu raten, die Medienbericherstattung weiterhin zu folgen und soweit es finanziell möglich ist, den Implantatenaustausch lieber und somit eigentlich eine neue Brustvergrösserung vorzunehmen. Denn es ist leider nicht auszuschliessen, dass die Implantate PIP möglicherweise später andere Komplikationen verursachen können. Lesen Sie mehr dazu was Sie bezüglich Implantaten Check machen sollten: PIP Implantate- Schnell Check.

Wir helfen Ihnen auf unserem Portal auch mit ein paar mehr Informationen, die wir aus Kreisen der plastischen Chirurgen in Tschechien erhalten haben. Wir beziehen uns dabei auch auf die mediale Berichterstattung in Tschechien.
Wir wissen, dass es derzeit bei vielen Frauen eine schwierige Entscheidung ist, vor allem, weil das Geld, das zunächst aus eigener Tasche vorgestreckt werden muss, oft erstmal nicht vorhanden ist.

1. Juristich gesehen, können tschechische plastischen Chirurgen, die in Vergangenheit PIP Implantate eingesetzt haben, für die Verursachung gegebenfalls entstandenen Schäden (wie z.B. Entzündungen oder gar Krebs) nicht haftbar gemacht machen. Dies aus dem Grund, weil zu dem Zeitpunkt der Operation die Marke PIP in EU nicht nur zugelassen war, sondern auch im Einsatz in dem staatlischen Sektor der Medizin in vielen EU Länder verwendet wurde. Erst nach einigen Jahren der Erprobung wurde diese  Marke "zurückgerufen", wofür die plastische Chirurgen keine Verantwortung übernehmen können.Wer nur schwierig haftbat gemacht werden könnte, wären potenziell die Gesundsheitsbehörden (also im Prinzip der Staat in dem jeweiligen Land oder dem Herkunftsland des Implantats). Diese Behörden können jedoch nur von der allgemeinen Beschaffung des Materials und Studien (vorgelegt von dem Hersteller) vor einer Zulassung des Implantats ausgehen. Eine Langzeitstudie stellt schliesslich nur eine Masse der Patienten mit der Zeit dar, die dieses Implantat im Körper tragen. Ob ein neues Produkt tatsächlich genauso gut ist, zeigt sich wie im Fall von PIP Implantaten meistens erst nach Jahren.

2. Die tatsächlich berichtete Fälle der Brustkrebserkrankung weltweit unter dem Einsatz der PIP Implantate soll laut unterschiedlicher Medien-Berichterstattung zwischen 8-20 Fälle weltweit gewesen sein. Prozentual sei dies ein sehr kleiner Anteil von den vielen Einsätzen, bedenke man, dass PIP weltweit  in über 30 000 der Fälle, vorwiegend jedoch bei Frauen mit Rezidivrisiko der Brustkrebsentwicklung eingesetzt wurde. Selbstverständlich ist die Empörung vieler Frauen sehr groß und viele klagen auch gegen den inzwischen pleite gewordenen Hersteller aus Frankreich. Die Frage bleibt dennoch, wer den Schadenersatz auszahlt, wenn der Angeklagte ohnehin bereits vor einem Jahr die Insolvenz angemeldet hat.

3. Diese Fälle wurden meistens in Frankreich gemeldet, wo auch der größter Einsatz dieser Marke statt fand. Es handelte sich dabei um Fälle der Frauen mit dem höchsten Risiko der Krebs-Rezidive, d.h. der Rückfall der Krankheit innerhalb von 10 Jahren nach der Krebsbehandlung, der Brustentnahme und anschließend der Wiederaufbau durch ein Implantat. Da das PIP Implantat vorwiegend im staatlichen Sektor eingesetzt wurde, war deshalb gerade diese Zielgruppe der Frauen am meisten betroffen. Es ist sehr schwierig zu sagen, ob diese Frauen, selbst wenn sie eine andere Marke bekommen hätten, trotzdem wieder an Krebs erkranken würden.

4. Die Frauen nach der Krebserkrankung stellen die höchste Risikogruppe dar. Anhand der 1 Patientin (von 8-20 Fällen), sei eine sehr seltene Krebsmutation entdeckt worden, der Zusammenhang mit Brustkrebs wird deshalb derzeit überprüft. Sollte also nachgewiesen werden, dass dies eine Ursache des Sillikonimplantats der Marke PIP ist, können weitere Maßnahmen getroffen werden. Gratis Beratung